Nicht für die Schule lernen wir…

Nicht für die Schule lernen wir…

Der Start ins neue Schuljahr ist sowohl für Ihre Kinder als auch für Sie eine aufregende Zeit. Besonders, wenn das Kind die Schule wechselt oder vielleicht sogar als Erstklässler auf den ersten Schultag wartet. Kinder stellen sich gespannt Fragen über Fragen: Bekomme ich nette Lehrer? Werden alle meine Freunde in meiner Klasse sein? Wie wird das Fach, das wir dazubekommen? Eltern hingegen sind oft unsicher, ob ihr Kind in der höheren Klassenstufe zurechtkommt und wie sie es im neuen Schuljahr am besten fördern können. Neugierige Kinder fragen ihren Eltern vor dem ersten Schultag ein Loch in den Bauch. Sie wollen ganz genau wissen, was auf sie zukommt.

MeineBande hat einmal die üblichen Themen und Fragen zusammengestellt, die Kinder gerade bei ihrem ersten Schultag oft quälen.

Selbstständigkeit als Formel zum Erfolg

Vom ersten Tag an fordert und fördert die Schule eine gewisse Selbstständigkeit. Die Selbstständigkeit ist eine wichtige Grundlage für den Schulerfolg, denn ängstliche Kinder entwickeln möglicherweise Lernblockaden. Wer verunsichert ist und nicht weiß, was ihn im Laufe des Schultages erwartet, wird sich nicht auf den Unterricht konzentrieren können. Sie können Ihr Kind mit der richti-gen Reaktion auf seine vielen Fragen unterstützen. Nehmen Sie sich Zeit, um gemeinsam mit ihm über alle Vorstellungen zu sprechen und nach Antworten zu suchen.

Nehmen Sie Sorgen und Angst ernst, ohne jedoch Katastrophen herbeizureden. Wenn Ihr Kind vor bestimmten Situationen besonders viel Angst hat, sollten Sie mit ihm vielleicht schon im Vorfeld nach der Lösung suchen. Fragen, wie „Was tue ich, wenn ich plötzlich nach-hause möchte?“ oder „Was mache ich, wenn mich ein an-deres Kind ärgert?“ sind üblich. Oft können diese Unsicher-heiten mit den Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit beantwortet werden. Das schafft Vertrauen und zeigt, dass auch die Eltern einmal in dieser Situation waren. Die vor Ihren Kindern stehende Hürde scheint somit nicht mehr uneinnehmbar.

Alles neu

Obwohl sich die meisten Kinder auf die Schule freuen, ist die Umstel-lung eine Herausforderung. Nach der ersten aufregenden Woche, die noch von Geschenken und aufgeregten Erzählungen geprägt ist, kehrt schnell der Alltag ein: Immer aufstehen, Hausaufgaben machen und still sitzen, anstatt frei herumzutollen, das sind die künftigen Heraus-forderungen. Und nicht nur die täglichen Leistungsanforderungen, sondern auch die neue Klassengemeinschaft fordern Energie. Anstatt sich in die vertraute Gruppe aus Freunden und Erziehern im Kindergar-ten zu begeben, muss Ihr Kind sich in der Schule völlig neu orientieren.

Oft bringt die Einschulung auch Enttäuschungen mit sich, die im Kindergarten bisher gar nicht entstehen konnten. Vielleicht ist die Lehrerin oder der Lehrer zu streng. Oder der Banknachbar ist nicht der beste Freund. Und der Sinn der Hausaufgaben erschließt sich ei-nem Erstklässler vielleicht auch nicht sofort. Das ist dann auch für Sie als Eltern eine anstrengende Zeit. Denn jetzt müssen Sie Ihr Kind zum Durch-halten motivieren, bis es sich an die neue Lebensphase gewöhnt hat.

Kinder brauchen Freunde

Für das Wohlbefinden eines Schulkindes ist auch die Akzeptanz in der Klassengemeinschaft wichtig. Unterstützen Sie möglichst die Vorhaben Ihres Kindes, Kontakte zu einigen Klassenkameraden aufzubauen oder neue Freundschaften zu schließen. Sollte Ihr Kind vielleicht eher schüchtern sein, ermutigen Sie es behutsam. Übernehmen Sie keines-falls die Rolle des Vorsprechers und stellen Sie eigenmächtig Kontakte her. Das verunsichert die Kinder zusätzlich und hilft sicherlich nicht dabei den künftig besten Freund oder die beste Freundin zu finden.Freunde sind wichtig. Kinder, die sich ausgeschlossen fühlen, verlieren schnell ihre Lernmotivation, weil sie sich nicht wohlfühlen. Sie brauchen dringend Erfolgserlebnisse und eine

Stärkung Ihres Selbstwertgefühls. Möchten Sie Ihr Kind dennoch tatkräftig unterstützen, initiieren Sie vielleicht gemeinsamen Spielnachmittage, Ausflüge oder gegenseitige Besuche.

In jedem Fall, lassen Sie Ihr Kind spüren, dass Sie bei möglichen Fragen der richtige Ansprechpartner sind und bringen Sie hin und wieder An-ekdoten aus Ihrer eigenen Schulzeit ein. Das lockert das Ganze. Und Sie haben das ja auch geschafft!

Gute Organisation ist alles.

Fünf gute Tipps, die den Schulstart vielleicht ein wenig erleichtern und die gerade zum
(neu-)beginn der Schule für die nötige Ruhe und eine grundsätzlich positive Einstellung sorgen.

Tipp 1: Zeiteinteilung
Nach sechs Wochen Ferien ist es für viele Kinder schwierig, sich wieder an das frühe Zubettgehen und rechtzeitige Aufstehen zu gewöhnen. Beginnen Sie damit am besten schon in der letzten Ferienwoche. Geben Sie Ihrem Kind die Zeit, die es für die Umstellung braucht. An den ersten Schultagen können Sie etwas früher als nötig aufstehen, gemeinsam in aller Ruhe frühstücken und ohne Hektik entspannt in den Tag starten.

Tipp 2: Offenheit
Zum Start des neuen Schuljahres kommt viel Neues auf Ihr Kind zu: unbekannte Mitschüler, neue Fächer und Lehrer, vielleicht sogar eine neue Schule. Seien Sie deshalb in den ersten Schulwochen besonders aufmerksam, da Ihr Kind sicher viel zu erzählen haben wird. Falls es nicht von selbst berichtet, suchen Sie das Gespräch und fragen Sie gezielt nach, wie es in der Schule war.

Tipp 3: Schulweg
Besonders bei jüngeren Kindern oder bei einem Schul-wechsel macht es Sinn, den Schulweg schon einmal vor dem ersten Schultag gemeinsam abzulaufen. Machen Sie Ihr Kind mit der Strecke vertraut und weisen Sie auf mög-liche Gefahren hin. Das gibt Sicherheit am ersten Schultag. Zudem erleichtert es Ihnen die Organisation, wenn Sie wissen, wie viel Zeit Ihr Kind für den Weg einplanen muss.

Tipp 4: Lernen
Sorgen Sie sich manchmal, ob Ihr Kind dem Lernstoff ge-wachsen ist? Ab einer höheren Klassenstufe stoßen auch Eltern manchmal an ihre Grenzen und können nicht mehr problemlos bei den Hausaufgaben helfen. Machen Sie sich von den Erwartungen frei, alles können zu müssen! Die Schule bietet durch Lehrersprechstunden und Eltern-abende die Möglichkeit, sich über Prüfungsinhalte zu informieren. Zusammen mit Ihrem Kind können Sie so schon frühzeitig einen Lernplan für wichtige Prüfungen entwickeln und entscheiden, ob ein professioneller Nach-hilfelehrer die Prüfungsvorbereitung während des Schul-jahres unterstützen soll.

Tipp 5: Entspannen
Am besten helfen Sie Ihrem Kind, wenn Sie selbst gelassen sind. Denn Kinder reagieren oft sehr sensibel auf den Stress ihrer Eltern und werden dadurch ebenfalls belastet. Je besser Sie selbst mit Stresssituationen umgehen können, desto besser lernt es auch Ihr Kind.

Förderung statt Überforderung

Neues Spiel. Neues Glück. So könnte das Motto des neuen Schuljahres lauten. Doch allzu oft sind unsere Kinder vor-belastet. Wer mit einer Fünf in Mathe in die großen Ferien ging, wird kaum als Rechen-König ins neue Schuljahr starten. Und wer bisher keinen Sinn darin sah, den Erlkönig, Zau-berlehrling oder gar Schillers Glocke auswendig zu lernen, der wird wohl auch in Zukunft nicht von den literarischen Ergüssen unserer Vorfahren überzeugt sein.

Und doch hilft es natürlich wenig weiter, wenn hier jetzt der Spruch „Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“, zitiert wird. Denn nicht nur unsere Kinder wissen, dass entsprechende Bewertungen während der Schulzeit nun mal deutlich ausschlaggebender sind, als ein für das Leben erworbenes Wissen.

Was also tun, wenn der Sprössling trotz persönlicher An-strengungen das gesteckte Ziel nicht erreicht? Und vor allem, was tun, wenn der Nachwuchs vielleicht bereits den Hori-zont erreicht hat, an dem wir Eltern in vergangenen Tagen ebenfalls bereits verzweifelt sind? Wer seinerzeit die dritte Ableitung der Formel oder die wundersame Anziehungs-kraft des chemischen Periodensystems nicht verstanden hat, wird seinem Kind heute wohl kaum eine große Hilfe bei der entsprechenden Erlernung sein.

Zum Glück ist das Angebot an Unterstützung groß. Von der möglichen Hilfe durch den begnadeten Mathematik-Schüler, der sich das Taschengeld aufbessern möchte, bis hin zu professionellen Nachhilfe-Einrichtungen, die zum Teil auch als Online-Lösung angeboten werden, stehen den Schülern Möglichkeiten der Förderung zur Verfügung.

meineBande hat einige der gängigen Möglichkeiten zur Nachhilfe zusammengestellt. Eine Bewertung des Angebots lässt sich in diesem Zusammenhang nicht geben, denn letzt-lich ist es von dem jeweiligen Schüler (bzw. der entsprechen-den Schülerin) selbst abhängig, in welcher Art und Weise der zu erlernende Stoff am besten vermittelt wird.